Geschichte, Wandel und Begegnung

Gräfin Stephanie zu Wald­burg-Zeil wurde als Gräfin Blanck­en­stein in Kon­stanz geboren und wuchs in Sevil­la auf. Sie hat ein Studi­um der Kun­st­geschichte in Flo­renz absolviert und in Lon­don und Wien gear­beit­et, bevor sie Anfang der 90er Jahre nach Hohen­ems kam, um an der Seite ihres Mannes Franz Clemens Wald­burg-Zeil, dem Ur-Ur-Enkel von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elis­a­beth, im Palast zu leben. Sie ist die Mut­ter von vier Töchtern und leit­et heute zusam­men mit ihrem Mann die Ver­wal­tung von Palast Hohen­ems und Schloss Glop­per.

Nach so vie­len Jahren in Hohen­ems, was verbindet dich am meis­ten – neben dem Palast – mit unserem Städtchen?
Natür­lich die Fre­und­schaften, die in 27 Jahren, die ich nun in Hohen­ems lebe, ent­standen sind. Fre­undin­nen, die ans Herz gewach­sen sind, weil man schöne und weniger schöne Momente gemein­sam durch­lebt hat.

Deine Kinder sind alle schon aus­ge­flo­gen. Wie ist das für dich als Mut­ter und was­be­deutet Fam­i­lie für dich?
Fam­i­lie hat immer Pri­or­ität! Unsere vier Töchter ver­mis­sen wir natür­lich sehr. Gott sei Dank kom­men sie oft nach Hause, und außer­dem haben wir ja noch zwei Hunde…

Du machst regelmäßig Führun­gen durch den Palast und organ­isierst die Konz­erte des Kam­merorch­esters Arpeg­gione. Was macht dir dabei am meis­ten Spaß?
Bei den zunehmenden Führun­gen freut es mich, dass sich Men­schen immer mehr für die Geschichte unseres Haus­es inter­essieren. Bei den Konz­erten von Arpeg­gione bin ich die Präsi­dentin, organ­isiert wer­den diese seit 28 Jahren vom Vere­in Arpeg­gione und Pro­fes­sor Irakei Gogibedaschwilli. Unsere Organ­i­sa­tion ist dann vor Ort. All meine Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß, auch weil wir ein phan­tastis­ches Team haben, das uns tagtäglich behil­flich ist.

Du bist schon als Kind sehr weit herumgekom­men und hast immer wieder im Aus­land zu tun. Von allen Entwick­lun­gen und Strö­mungen auf der ganzen Welt, welche würdest du gerne nach Hohen­ems mit­brin­gen?
Aus städteplaner­isch­er Sicht hätte ich gerne etwas mehr Gespür für Schön­heit, wie es die Ital­iener und Fran­zosen haben. Die Nieder­län­der haben es geschafft, eine sehr mod­erne und dabei coole Architek­tur in die Städte zu brin­gen. Aber auch in diesem Sinne hat sich vieles in Hohen­ems zum Pos­i­tiv­en entwick­elt. Anson­sten würde ich gerne die Offen­heit, Spon­tan­ität und Dialog­bere­itschaft der Spanier mehr im Län­dle spüren. Auch weniger admin­is­tra­tive Stolper­steine bei der Umset­zung von zukun­ftsweisenden Ideen würde ich mir wün­schen.

Der Palast ste­ht für Geschichte und Wan­del. Die Grafen haben Hohen­ems stark geprägt. Wie sieht das heute aus?
Der Palast wird immer für die Geschichte von Hohen­ems ste­hen und hat sich seit jeher der Her­aus­forderung des Wan­dels gestellt. Heute prä­gen wir die Entwick­lung des Ortes weit­er mit, auch wenn es auf eine ganz andere Weise geschieht. Im Mit­telpunkt unser­er Bemühun­gen ste­hen die Förderung von Begeg­nung und Kul­tur.

Wie gefällt dir die Entwick­lung von­Ho­hen­ems und wie siehst du die nahe Zukun­ft der Stadt?
Die Entwick­lung ist äußerst pos­i­tiv. Endlich ist ein Miteinan­der ent­standen, bei dem sehr viele Men­schen zusam­men für eine starke Weit­er­en­twick­lung und Posi­tion­ierung der Stadt kämpfen. Das ist nun wirk­lich sehr erfreulich! Hohen­ems hat noch so viel Poten­tial und ist am Anfang ein­er starken Zukun­ft. Schon die ein­ma­lige Lage im Zen­trum des Rhein­tals spricht für sich.

Details zum Artikel

Website

swz@palast-hohenems.at

T +43 5576 74 555

Schlosspalast Hohenems
Schloßplatz
Hohenems
In Google Maps öffnen